Freitag, 23. Juni 2017

Zur gestrigen M. Illner Sendung

Scheitert Europa an den Flüchtlingen?!

Nein, Europa scheitert nicht an den Flüchtlingen, sondern an den Interessen des Kapitals!

Denn auch die Flüchtlinge sind leider nur das Opfer und damit NICHT die Ursache, sondern die (Aus)Wirkung der Interessen des Kapitals und der Kapitaleigner!


Nie wurde dies offensichtlicher, als in der gestrigen M. Illner Sendung!

https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/vor-dem-eu-gipfel-helfen-oder-abschotten-scheitert-europa-an-den-fluechtlingen-sendung-vom-22-juni-2017-100.html

Und so hatte jeder einzelne Teilnehmer dieser Sendung mit Teilen seiner Aussage durchaus recht und Teilaspekte richtig dargelegt! Natürlich auch immer unter den eigenen „Gesichtspunkten“ und der eigenen „Ideologie“!


Am deutlichsten wurde dies an den emotionalen Aussagen von Jörg Thadeusz. 
Selbstredend ist humanitäres Handeln ein grundlegender Wesenszug von Menschlichkeit und daher auch im Menschen angelegt. Deshalb wurde auch vieles, eben mit der Hilfe der Ehrenamtlichen, also derer, bei denen dieser menschliche Wesenszug Teil ihres Alltags ist erreicht. Aber nicht jede Hilfe ist auch eine tatsächlich humanitäre Hilfe und hilfreich. 
Solange man sich nur mit und über die (Aus)Wirkungen der „Flüchtlingsursache“ beschäftigt und darüber streitet, wie man mit notleidenden Menschen umzugehen hat. Solange wird es ein „wir schaffen das“ niemals geben (können)!

Die neoliberale Doktrin des „jeder ist seines Glückes Schmied“, „wer nur will, schafft es auch“, „fördern durch fordern“ zeigt doch gerade an dieser „Flüchtlingskrise“ und dem damit verbundenen Leid der Menschen, wie verlogen und falsch diese Doktrin ist! Selbst in dieser Runde waren sich doch alle darin einig, dass man „dies“, so wie es derzeit ist weder will, noch so bleiben kann!
Was genau ist dann der Grund dafür, dass trotz allen Wollens, umsetzen von „Erkenntnissen“, richtungsweisender Politik und Gesetzgebung durch die entsprechend Verantwortlichen die „Lage“ nicht besser, sondern glaubt man den – auch in dieser Runde wieder geäußerten - „Prognosen“ noch schlimmer werden wird?!



Natürlich wären „wir“ aufgrund des materiellen Wohlstands, Reichtums und Kapitals weltweit in der Lage, die Not der Menschen zu lindern! Aber dazu müsste es zu einer „Umverteilung“ dieses Reichtums, Kapitals und Wohlstands kommen!

Von daher ist die Aussage „wir“ als „reiches Land, und erst recht als reiches Europa“ (ist dies in Wahrheit und tatsächlich auch so?!) schaffen das, müssen das schaffen in dieser Absolutheit falsch und verlogen. Wir müssen unseren Wohlstand teilen nichts als eine ideologische Floskel! Eine Lüge und ein Täuschungsmanöver! Dies wurde insbesondere eben auch wieder an den ideologisch geprägten Aussagen eines Thadeusz sehr deutlich! Weshalb sonst seine Seitenhiebe auf Schulz, Gabriel und die SPD und nicht ebenso auf Merkel, de Maizere und die CDU?!
Fordert eine SPD oder erst recht eine LINKE Solidarität, dass „die Reichen“ ihren Wohlstand mit den Ärmeren, also Notleidenden teilen sollten, dann gefährdet dies gleich den Wohlstand aller! Dann sind dies kommunistische Gedankengänge und unverantwortlich!

Im Kleinen liegt das Große! Und es ist einfach eine verlogene und scheinheilige Diskussion, insbesondere derer, die „Merkel´s Humanität“ so heraus streichen. Wenn es darum geht Humanität und Solidarität im eigenen Land einzufordern, dann ist dies „Pfui“!
Entweder ist Solidarität und Humanität der „richtige Weg“, oder er ist es nicht! Es kann nicht sein, dass Solidarität und Humanitär immer nur von denjenigen gefordert wird, die diese sowieso erbringen!
Merkel 2015: „wir schaffen das“, wäre nichts als eine leere Worthülse geblieben, wenn es nicht die Solidarität und Humanität des eigenen Volkes gegeben hätte!
Unter Merkel 2016 und 2017: die Umsetzung des „wir schaffen das“ findet seinen Niederschlag in ständig veränderten Gesetzen, Auslegungen, Ausgrenzungen und Abschiebungen! Damit wird die so gepriesene humanitäre Entscheidung der Kanzlerin doch von ihr selbst widerlegt! Sie selbst „muss“ sich revidieren und ihr „wir schaffen das“ dahingehend konkretisieren, dass „wir (nur) das schaffen“, was „wir“ auch schaffen (also per Richtlinien und Gesetzen) wollen!
„Wir schaffen das“, was bisher geschafft wurde, konnte nur durch all die Ehrenamtlichen und Freiwilligen und deren Menschlichkeit umgesetzt werden. Nicht aber durch die Regierung und die Kanzlerin.
Die „humane Geste“ einer Merkel ist längst zu einer Lüge und Umkehr ins Gegensätzliche geworden!
Denn wie kann „man“ eine richtige politische Richtlinie der Solidarität und Humanität des Jahres 2015 im Nachhinein korrigieren und nun der Abschiebung, des Abschottens und der Ausgrenzung das Wort reden, wenn „wir es doch schaffen“ und es doch 2015 noch das „einzig Richtige“ war?! Der Wohlstand und Reichtum bestand doch auch damals schon?! Und war es nicht auch Merkel, die sich dies als Verdienst ihrer Politik und Richtlinienkompetenz zuschrieb?!



Von daher zeigt sich auch deutlichst, dass „man“ wohl zwischen einer „konservativ rechten“ und einer „linken“ Solidarität und Humanität unterscheidet! Von der Definition der „Ursache an sich“ - nämlich dem tatsächlichen Wollen - ganz zu schweigen!

Die verantwortlichen Entscheidungsträger definieren nun also „neu“, anders als bisher, was mit Solidarität und Humanität tatsächlich zu „schaffen“ ist und was nicht! Demzufolge kann und ist nach deren eigenen Definitionen Solidarität und Humanität „eingrenzbar“ und somit eben nicht „grenzenlos“ und als allgemein menschlich im Wesen des Menschen angelegt?!

Genau daran zeigt sich dann auch die Verlogenheit, Scheinheiligkeit und das eigentlich wahre Interesse derer, die glauben, dass man nur wollen müsse, sein Glück selber schmieden und schon hätten „wir“ eine heile Welt des Wohlstands überall?!
Wenn es nur am „wollen“ und dem „schmieden des eigenen Glücks“ liegt, weshalb „schmieden sie dann nicht das, was sie ja angeblich (in Sonntagsreden verkündend) wollen?! Weshalb produziert ihre so angeblich erfolgreiche Politik dann derartige Situationen weltweiten Leides?! Können sie dann doch nicht, was sie wollen und das Glück schmieden, oder wollen sie nicht, was sie könnten?!

Was „wir“ aber z. B. wollen ist, die Kosten für den Verteidigungshaushalt (vor welchen Angriffen müssen „wir“ uns eigentlich seit Jahrzehnten schützen?) auf ca. 35 Milliarden Euro erhöhen! Für den G20-Gipfel in Hamburg werden angeblich ca. 400 Millionen Euro als Ausgaben notwendig!
Wer fürchtet hier eigentlich was?! Wen und was müssen „wir“ schützen, verteidigen und vor was eigentlich?!

Humane und solidarische Regierungshäupter, deren einziges Ansinnen das Wohl und Wehe der Menschen ist?! Die sich gegenseitig ständig auf die Schulter klopfen, ob ihrer bisherigen grandiosen Politik und Leistungen?!
Ich dachte bisher immer, dass Wohltäter keinerlei Ängste haben müssen, sondern Anerkennung erfahren?! Weshalb müssen sie sich dann verbarrikadieren?!
Also am materiellen Wohlstand, am nötigen Kapital fehlt es wohl nirgends! Aber die Ein- und Umsetzung des selbigen hat bei den EntscheidungsträgerInnen wohl andere Prioritäten als Solidarität und Wohlstand für ALLE! 
Und es ist eben nicht so verteilt, dass ALLE daran partizipieren (können)!
Dies ist aber genau der umgesetzte Wille und das Wollen! Denn ansonsten hätte "man" dies ja längst anders handhaben können!





Montag, 19. Juni 2017

Mein Posting zum Thema: Bundeskanzler H. Kohl eine Betrachtung
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/
in Anlehnung an die
Nachdenkseiten (NDS)
http://www.nachdenkseiten.de/

Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,



wenn ich vor allen den jüngeren Teilnehmern des Gesprächskreises meine Betrachtung über H. Kohl mitteile, dann muss das differenziert betrachtet werden. Ich habe 40 Jahre in der DDR gelebt, dort mein persönliches Leben gestaltet und für meine Verhältnisse gut gelebt.
Ich bin auch kein Verlierer des Beitritts der DDR zum GG der BRD und lebe auch jetzt für meine Ansprüche materiell vermutlich überdurchschnittlich gut im Verhältnis vieler meiner Landsleute, nun aber gesamtdeutsch betrachtet.
Ich schreibe das nur zum allgemeinen Verständnis, denn ich möchte ja aus meiner Sicht zu H. Kohl schreiben.
Da beginne ich aber nicht nur mit den Ereignissen 1989/ 90, sondern mit den Auswirkungen der Politik von Kohl, die zwar in 1989/ 90 ihren Ursprung haben, anschließend von Kohls Nachfolgern sogar noch brutaler gesamtdeutsch durchgesetzt worden sind.
Ich weiß nicht, ob es mit Kohl deutsche Kriegsbeteiligungen gegeben hätte.
Ich weiß auch nicht, ob Kohl sein Wort gegenüber Gorbatschow gehalten hätte, bezüglich der NATO gegenüber Russland. Ich weiß nicht, ob Kohl sich gegen die Waffenlobby durchgesetzt hätte.
Deshalb konzentriere ich mich nur auf die Auswirkungen für ein immer größeren Teil unserer Mitbürger.
Bis zu der großen Kundgebung in Leipzig auf dem heutigen Augustusplatz
mit Kohl, hatte ich doch Hoffnung in Kohl gesetzt. Ich dachte wirklich, dass Kohl für die einfachen Menschen steht.
Ich musste einsehen, dass Kohl das eigentlich auch nicht wollte. Was bedeutete die sogenannte deutsch-deutsche „Wiedervereinigung“, die ja in Wirklichkeit ein Beitritt der DDR zum GG der BRD ist, für die einfachen Menschen in Ost und West tatsächlich?
Aus meiner Sicht als DDR-Bürger zitiere ich aus einem früheren Beitrag von mir, der für mich immer noch Gültigkeit hat.
Die DDR-Bürger wurden sofort mit einer für sie unbekannten fertigen Staatsordnung konfrontiert und konnten dem zu Folge ihr Stück Selbstbestimmung, das sie sich gerade erobert hatten, nicht ausleben. Das neue System verlangte von seinen neuen Bürgern kein aktives Mittun, sondern nur noch „Glücklichsein“über die nun beginnende Zukunft.
Die meisten Bürger akzeptierten dieses abverlangte Verhalten, den lange genug hatten sie keinen eigenen Blick auf die andere Seite Deutschlands, da ja die Mauer für die meisten ein unüberwindbares Hindernis war. Das Neue wurde erstmal freudig begrüßt, auch Dank der Medien.
Der reale Sozialismus hatte den meisten Bürgern Wünsche verwehrt und Einschränkungen ihres persönlichen Lebens gebracht( Reisefreiheit), dadurch war man gern bereit das alte und bekannte System aufzugeben, auch seine zweifelsfrei positiven Facetten zu den Akten zu legen.
Dieses Verhalten war durchaus für die breite Masse verständlich, aber mit Sicherheit nicht
unbedingt klug. Viele dieser Menschen mussten das in Laufe der Zeit erkennen und verkraften.

Viele der Initiatoren die eine Veränderung des Systems in der DDR wollten, die damals eine Chance sahen, mit der alten DDR das Denken und Handeln in Sinne einer gerechten Gesellschaftsordnung aufzubauen, mussten erkennen, dass die Mehrheit einfach nur ein vermeintlich komfortableres System haben wollten. Und Kohl hat dies mit blühenden Landschaften unterstützt.

Wie einsam wurde es um die Demonstranten der ersten Stunde auch in meiner Heimatstadt Leipzig. Wir wurden angefeindet, wenn wir auf das nun Kommende hinwiesen.

Der Ausverkauf des volkseigenen Vermögens stand zu diesem Zeitpunkt längst auf Kohls Agenda. Sofort ohne Zögern verramschte die Treuhand den Kuchen bis auf die letzte
n Krümeln.
Auf die versprochenen Beteiligungen am Vermögen der DDR wartete auf ein Gros der DDR-Bürger die Entlassung. Arbeitsämter schossen wie Pilze aus der Erde. Zigtausende verließen ihre Heimat gen Westen, um dort ihre Arbeitskraft für den halben Lohn der angestammten Belegschaft zu verkaufen. Im Westen gescheiterte Bürokraten machten sich mit „Buschzulage“ auf neu geschaffenen Führungsposten breit.

Mit dem Beitritt, ermöglicht durch Gorbatschow, abgeschlossen nach Verhandlungen zwischen ihm und Kohl höchstpersönlich, konnte der Kapitalismus seinen globalen Siegeszug, ohne jegliche Rücksichtnahme auf die Menschen in Gesamtdeutschland ungebremst nun beginnen.
Wo sind denn die sozialen Errungenschaften der BRD und DDR geblieben?
Der Beitritt der DDR zum GG der BRD war der Schlüssel für die sozialen Verwerfungen in Ost und West. Arbeiterrechte wurden systematisch abgebaut. Die Sozialhilfe und Renten wurden gekürzt. Später kam die Agenda 2010 dazu, die letztendlich zur vollkommenen Unterwerfung und Unsicherheit von Millionen von Menschen führte.
Warum wurden wir damals belächelt, als wir auf die zweite Lohntüte der Beschäftigten in der DDR hinwiesen. Waren Polikliniken kostenlose Gesundheitsvorsorge, Kitabetreung, kostenlose Bildung, das Recht auf Arbeit wirklich so schlecht? War Frauenförderung, Anpassung an familiäre Gegebenheiten im Beruf, bezahlte Haushaltstage wirklich ungerechtfertigte Privilegien für Frauen und Mütter?
Die Zeit nach dem Beitritt ist gekennzeichnet durch fortwährende Aufrüstung, des Vorrückens der NATO, der Angriffskriege mit deutscher Beteiligung, der Verarmung von Millionen Menschen in Deutschland. Bettler in deutschen Städten und immer mehr Obdachlos, Flaschensammler und Tafeln mit langen Schlangen davor ist das neue Bild in Deutschland, fern von blühenden Landschaften und einer sozialen Marktwirtschaft, die die DDR-Bürger nie kennen gelernt haben. Es gibt die Gefahr eines dritten Weltkrieges.
Was hat das alles mit Kohl zu tun? Für mich hat auch er am Aufstieg des europäischen Großkapitals maßgeblich den Weg mit bereitet und das zum Nachteil größerer Schichten der Bevölkerung.
Es ist vollkommen unangebracht nun Kohls Leistung zu verklären, zu mindestens für meine Klientel
Was ich schlimm finde, ist die Heuchelei der Politiker, von Merkel, über Schulz, Gabriel, Özdemir und sogar von einigen linken Politikern.
Bloß gut, dass man den Fernseher abschalten kann. Schließlich muss jeder für sich selber entscheiden, was an Kohl gut oder schlecht war. Noch gibt es ja Meinungsfreiheit.
Glück auf
Ralf

Maas und de Maizière und ihre Gesetzesflut als Lösung diverser Probleme

Passend dazu habe ich gestern im Tatort wieder mal eine sehr gleichnishafte, aber wesentliche Aussage in Bezug auf das Leben und den Tod und deren „Gesetzmäßigkeit“ gehört und mir deshalb mal wieder die Bibel zu Gemüte geführt. Und es passt auch zur Themenwoche in der ARD „was glaubst Du?“ (sehr interessant fand ich die Runde bei „Menschen bei Maischberger“ am Mi. 14.6. und insbesondere Heiner Geißler. Auch wenn ich mit der CDU und dem ehemaligen Generalsekretär nie etwas anfangen konnte. Was Geißler auf seine alten Tage nun von sich gibt hat Hand und Fuß.)
Aber nun zu der Aussage im Tatort und der Predigt am Grabe des Täters:

Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.
1. Korinther 15:56

...
denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Römer 3:20
...denn wo das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung.
Römer 4:15

Da nahm aber die Sünde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.
Römer 7:8

Wenn die Kraft der Sünde das Gesetz ist, es durch das Gesetz zur Erkenntnis der Sünde (also zur Unterscheidung) kommt, dann ist die Erfüllung des Gesetzes das Ende desselben und damit auch das Ende der Sünde, somit auch die Überwindung des Todes, wenn der Stachel des Todes die Sünde ist.

Vor mehr als 2000 Jahren wusste „man“ also schon, dass Gesetze, Gebote und Paragraphen nicht für ein Ende der „Sünde“ und damit zur Lösung von Problemen beitragen, sondern im Gegenteil, sie sind die Kraft der Sünde und befeuern diese.
Und fast gegen jede Auswirkung einer Gesetzesübertretung gibt es eine „Versicherung“. Daraus sind ganze Imperien von „Verwaltern“ dieser Gesetzesübertretungen entstanden. Kirchen und andere Versicherer, die gegen einen entsprechenden Obolus von der „Last der (Sünde) Gesetzesübertretung“ angeblich befreien (könnten). Ja und auch diese verkünden die „Überwindung“ des Todes sogar durch eine „Lebensversicherung“ oder das „ewige Leben“. Von daher lässt es sich sehr gut mit den vielen Gesetzen und deren Nichteinhaltung leben. Je mehr Gesetze, desto mehr Nichteinhaltungsmöglichkeiten, desto mehr Profit für die „Verwalter“!

Hätte der Mensch die Gebote „Gottes“, also das Naturgesetz des Lebens von Anfang an gehalten und erfüllt, hätte es keiner weiteren Gesetze (z. B. die 10 Gebote etc.) bedurft. Allerdings hätte Mensch dann auch keine Unterscheidungsmöglichkeit und keinen freien Willen haben können. Denn entscheiden und seinen freien Willen umsetzen ist eben nur dann möglich, wenn man auch eine tatsächliche Wahl zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten, mit unterschiedlichem „Ausgang“ hat. Deshalb ist der Erlass und die Erfüllung von Gesetzen die notwendige Voraussetzung um das Recht an sich, das Lebensrecht erst erkennen zu können und sich dann dafür, gegen die „Sünde“ und damit gegen den Tod (nicht den körperlichen im Dasein) entscheiden zu können.

Montag, 12. Juni 2017

Mein Posting zum Thema: Kritische Medien?
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
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in Anlehnung an die
Nachdenkseiten (NDS)
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Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,
wenn ich von Freunden aus den alten Bundesländern zu Medien in der DDR gefragt werde und einen Vergleich zur Medienlandschaft in BRD ziehen soll, erlebe ich immer wieder Erstaunen, wenn ich spontan antworte und sage, ich erkenne kaum einen Unterschied.
Ich möchte das Differenzieren und das auf gezielte Meinungsmache bis hin zu Fake News begrenzen.
In der DDR hat der Großteil der Bevölkerung Leitmedien, wie das Neue Deutschland oder die Aktuelle Kamera grundsätzlich nicht für voll genommen. Verbreitete Nachrichten waren leicht zu durchschauen, da Nachricht und Realität im Alltagsleben erlebbar nicht zusammen passten. Außerdem gab es nicht die Fülle von Nachrichten, wie im Jetzt und Hier.
Als ich heute Morgen das Morgenmagazin der ARD einschaltete, wurde ich gleich mit gezielter Meinungsmache konfrontiert, die ich als Fake News bezeichne.
Merkel (CDU) hat den Erfolg des französischen Präsidenten Macron bei der Parlamentswahl begrüßt. Sie gratulierte Macron zum „großen Erfolg seiner Partei“. Dies sei ein „starkes Votum für Reformen“. Gabriel (SPD) schrieb auf Twitter, Macron überzeuge „nicht nur in Frankreich, sondern auch in und für Europa!“ Schulz erklärte, er freue sich „über das gute Ergebnis fül Macron“. „Um Europa zu reformieren, brauchen wir im September auch in Deutschland den Wechsel!“
Nur mal Zitate der zur Zeit in Regierungsverantwortung stehenden Parteien CDU/SPD und der Führungsspitzen.
In Frankreich lag die Wahlbeteiligung bei 49 %. Wo bleibt die kritische Berichterstattung in den Medien? Wo wird mal gesagt, dass nur das Wahlsystem den „ Erfolg“ von Macron begründet?
Ein Großteil der Franzosen hat schon erkannt, was Macron vorhat und was für Reformen gemeint sind. Hartz und Niedriglohn lassen grüßen. Nur in Frankreich gibt es noch den Generalstreik, wenn Macron diese Möglichkeit nicht auch durch Dekret unterbindet.


Nun hat ja in Deutschland der Wahlkrampf begonnen.
An der Spitze die SPD mit ihrer sozialen Ader und mal wieder mal mit dem Thema soziale Gerechtigkeit oder sollte es nicht lieber totale Volksverarschung genannt werden.
Renten stehen mal wieder im Mittelpunkt und da möchte ich ansetzen.
Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wenn die SPD nun im Rahmen der Groko federführend noch in der laufenden Legislaturperiode das sogenannte Betriebsrentenstärkungsgesetz durchpeitscht.
Es ist wieder ein Kniefall der Sozen gegenüber der Versicherungswirtschaft. Wir wissen, dass Riester gescheitert ist. Wir wissen, dass private Rentenversicherungen keine Sicherheit, noch angemessene Renditen garantieren können.
Wer dem Gerechtigkeitsapostel Schulz noch irgend etwas glaubt, ist an Naivität nicht mehr zu toppen, oder hat nicht die blasseste Ahnung, was dieses Gesetz für Auswirkungen für den Einzelnen in der Regel haben wird.
Auswirkungen:
Es soll Arbeitnehmer animieren, einen Teil der sicheren Rentenansprüche aus der GRV nicht mehr von der Rentenkasse zu erwerben, sondern an die privaten Versicherungen abzugeben. Ein lächerlich geringfügigen Anteil der Arbeitgeber an der Betriebsrente von gerade mal 15 Prozent, wird als großzügiger Zuschuss verkauft um zum Abschluss zu animieren.
Hier beginnt eindeutig der Betrug. Der Arbeitgeber wird um die Summe entlastet die der Arbeitnehmer in eine Betriebsrente investiert, sieht man mal von den Zuschuss ab. Für Rentenbeiträge zur GRV muss der Arbeitgeber 50 Prozent zugeben. Also minimiert der Arbeitnehmer mit Betriebsrente seinen Anspruch aus der GRV und der Arbeitgeber profitiert.
Nochmal zum Verständnis:
Diese Meisterleistung der Sozialdemokratin Nahles mit Duldung durch Merkel bleibt ein Versicherungsrettungsgesetz. Es verfolgt ein Ziel, nämlich Geld von der GRV abzuziehen und der privaten Versicherungswirtschaft zuzuführen. Wer diesen Schwachsinn auf dem Leim geht, sollte wissen, dass er weniger bekommt, als wenn er dasselbe Geld zur GRV abführt. Außerdem bietet diese Art einer kapitalgedeckten Betriebsrente keinerlei Sicherheit, diese privat finanzierte Betriebsrente, ist nicht einmal vom Steuerzahler gedeckt. Es wird noch krasser. Kommt diese Betriebsrente zur Auszahlung, muss ein Großteil als Ausgleich für nicht geleistete Zahlungen an die Rentenkasse abgegeben werden. Der Rest muss natürlich auch noch versteuert werden.
Nach Agenda 2010, Niedriglohn, Hartz IV, befristete Arbeitsverträge ausufernde Leiharbeit, Werkverträge ein weiteres Glanzstück der deutschen Sozialdemokratie.
Selbst, wenn ich nun wieder als Linker bezeichnet werde, möchte ich trotzdem auf die Rede von S. Wagenknecht auf dem Parteitag der Linken hinweisen.
https://www.youtube.com/watch?v=gxAf-O1HZZA
S, Wagenknecht zur Rente :
Die vorgesehene Rentenreform mit der Ausweitung der staatlich geförderten Betriebsrente nennt Sahra Wagenknecht „Betrugsrente“. Sie beklagt die Unfähigkeit der SPD zu einer sozialen und effektiven Rentenpolitik.
Schulz begrüßt ja das gute Abschneiden von Corbyn in Großbritannien.
Ja, das stimmt. Vor allen die Jugend hat Corbyn zum Wahlergebnis verholfen.
Die Labour Party unter Corbyn hat zu ihren Wurzeln als Arbeiterpartei zurück gefunden.
In Deutschland mit Schulz, Oppermann und den anderen Spitzen der Partei ist so was nicht möglich und deshalb muss die SPD in der Versenkung verschwinden, siehe Frankreich unter Hollande.
Ich schreibe das bewusst, obwohl ich mal überzeugter Wähler der SPD gewesen bin.

Glück auf
Ralf

Wie man die Demokratie und die Würde des Menschen außer Kraft setzt

Würden und wären all die bisher bereits erlassenen Gesetze befolgt und in die Tat umgesetzt worden, wäre dies längst das Ende der Gesetze, der Gesetzgebung. Denn wenn erfüllt ist und wird, was aufgrund von Gesetzen erfüllt und eingehalten werden soll, wozu wären sie dann noch nötig?!
Denn angeblich sind die Gesetze ja für die Menschen und deren Freiheit gemacht.
Und anstatt auf die Einhaltung längst erlassener Gesetze zu achten, dies zu kontrollieren, werden ständig neue Gesetze, Gesetzesänderungen und Nivellierungen erlassen.
Man baut also ständig neue „Zäune“ unter der Prämisse, dass nur so die Freiheit und Demokratie gewahrt werden könnte?!

So aber ist das Ende „alter“ Gesetze dadurch erreicht, dass man immer „neue“ Gesetze macht, welche die vorhergehenden Gesetze – ohne Erfüllung, also den eigentlichen Sinn und Zweck ihrer Gesetzgebung verfehlend – als Gesetzgeber selbst als „falsch“ und jederzeit korrigierbar, anpassbar (an was eigentlich?) immer wieder ad absurdum führt.

Und so setzt man nun auch den Grundgesetz-Artikel 1:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 1 

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
      1. Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
außer Kraft!!! Die Würde des Menschen, der Mensch und die Demokratie (also die Herrschaft des Volkes) ist nun eben nicht mehr unantastbar! Es wird zur Auslegungssache derer, die sich und ihre Positionen von der Demokratie (also durch das Volk) gefährdet sehen. Und diesem wird nun ein Riegel vorgeschoben! Die Grundrechte des Menschen werden per Gesetz eingeschränkt! Was ist dann der Art. 1 des GG noch wert?!

Jüngstes Beispiel ist der § 89 im Gesetz zur Neustrukturierung des Bundeskriminalgesetzes vom 1. Juni 2017

§89
Einschränkung von Grundrechten

Die Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit
(Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes), der Freiheit der Person
(Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes),
des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses
(Artikel 10 des Grundgesetzes),
der Freizügigkeit (Artikel 11 Absatz 1 des Grundgesetzes)
und der Unverletzlichkeit der Wohnung
(Artikel 13 des Grundgesetzes)
werden nach Maßgabe dieses Gesetzes eingeschränkt.

Freitag, 9. Juni 2017

Direktor Hüther und Sylke Tempel und deren „Erkenntnisse“

Jetzt muss ich mich doch noch mit den Aussagen von Hüther hier:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-ist-die-soziale-marktwirtschaft-am-ende-a-1095061.html

befassen. Insbesondere auch deshalb, weil in der gestrigen Maybrit llner-Sendung die Politikwissenschaftlerin Sylke Tempel eine sehr interessante Aussage im Bezug auf die „Bildung“, auch insbesondere bei Terroristen getroffen hatte. „Weshalb gehen Extremisten diesen Weg, mit welcher Motivation tun sie das?!“
Hierbei kam es dann zu einem „Schlagabtausch“ mit Gabor Steingart:

https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/sylke-tempel-und-gabor-steingart-zu-terrorismus-ursachen-ideologie-und-oekonomie-sendung-vom-8-juni-2017-100.html

der richtigerweise eben auch auf die ökonomischen Faktoren hingewiesen hat.

Zuerst aber zu Direktor Hüther und seine Antwort auf die Spiegel-Online Frage:

[[SPIEGEL ONLINE: Sollten nicht - wie in den Niederlanden - Geringverdiener einen höheren Anteil ihres letzten Einkommens als Rente bekommen, Gutverdiener dafür einen niedrigeren?]]


[[Hüther: Das wäre ein Bruch mit dem bewährten Äquivalenzprinzip: Die Auszahlung richtet sich nach der Einzahlung. Für einen Systemwechsel zur steuerfinanzierten Grundrente - um die geht es dann nämlich - sehe ich keinen Bedarf.]]

Hier spricht Hüther von einem Bruch von etwas, dass es ja noch nie gegeben hat und überhaupt nicht gibt, als auch gar nicht „gebrochen werden kann“, nämlich die Äquivalenz = (v. lat.: aequus „gleich“ und valere „wert sein“, Gleichwertigkeit) innerhalb dieses von ihm vertretenen Systems!
So ist seine Aussage „die Auszahlung richtete sich nach der Einzahlung“ doch eine glatte Lüge. Diese Aussage trifft doch weder gleich, noch wertmäßig und schon gar nicht gleichwertig auf die Gesamtbevölkerung zu! Bei diesem Thema kann es also überhaupt nicht zu einem Bruch kommen, da es die Äquivalenz u. a. auch in diesem Bereich der Renten und Pensionen überhaupt nicht gibt!
Hier müsste man als Journalist einfach mal nachfragen: was haben Beamte, Abgeordnete, Professoren, Manager und Direktoren wie er in dieses System eingezahlt und was bekommen sie ausgezahlt. Und wer hat DAS eingezahlt, was dieser Personenkreis hinterher ausgezahlt bekommt?

Allerdings für noch viel interessanter halte ich diesen Part in dem Online-Interview:

[[
SPIEGEL ONLINE: So bleiben wir aber vom Ziel einer sozial homogeneren Gesellschaft wie in den Achtzigern weit entfernt.]]


[[Hüther: Sollte das überhaupt unser Ziel sein? Ungleichheit ist für eine Marktwirtschaft unabdingbar, es kommt auf das richtige Maß an.]]

Hier widerlegt sich Hüther im Bezug auf seine Aussage des Bruchs mit dem bewährten Äquivalenzprinzip selbst eindeutig! Es ist überhaupt nicht sein Ziel, eine Gleichwertigkeit, sprich Äquivalenz zu haben oder herzustellen! Also kann es auch überhaupt nicht zu einem Bruch dieses "Prinzips" kommen, wie er behauptet!

Damit komme ich dann zum (auch nur ideologischen?!) ewig wiederholten Lösungsansatz, nämlich der BILDUNG!

Dazu Hüther in diesem Interview:

[[
Hüther: Wenn es um den Ausbruch aus einer unteren Schicht geht, bringt es nichts, einfach Geld umzuverteilen. Wir müssen die spezifischen Probleme identifizieren und lösen. Ein Beispiel: Bildungsarmut führt zu Einkommensarmut. Was führt aber zu Bildungsarmut? Oft prekäre Verhältnisse im Elternhaus, das den Kindern nicht die Kompetenzen für erfolgreiche Bildung vermitteln kann.]]

Sylke Tempel bei Illner:

[[ Das hieß immer, diejenigen die sich der „Hamas“ (also einer von diversen Terrororganisationen, wie man diese definiert) anschließen, das sind die Frustrierten, das sind die ohne Perspektiven. Diejenigen, die Hamas geleitet haben, waren sehr gut ausgebildete Leute, mit sehr guten Jobs...usw.,, das waren Ideologen!]]
einfach den Link anklicken und anhören, was sie dazu alles sagt.

Fakt ist doch zudem, dass „wir“ inzwischen ein Bildungswissen haben, wie es dieses noch niemals in der Geschichte gab!

Bildung kann demnach gar nicht die Lösung sein, wenn diese für die Äquivalenz notwendig wäre!
Denn trotz oder wie Sylke Tempel meint, gerade wegen der gebildeten Terroristen hat sich die Ungleichheit (wenn evtl. wie Hüther meint NICHT vergrößert) zumindest auch dadurch NICHT verringert!

Wenn es sich also um ideologische Varianten bei der Ursache des Terrors handelt, dann müsste man sich doch primär die Frage stellen, wie es zu derartigen Ideologien kommt, was die Ursache dafür ist, dass
gebildete Menschen aus diesem doch – laut Hüther – so grandiosem System nicht nur aussteigen (wollen), sondern es auch bekämpfen?!!!

Es handelt sich demnach also um einen „Krieg“ der Ideologien =(französisch
idéologie; zu griechisch ἰδέα idéa „Idee“ und λόγος lógos „Lehre“, „Wissenschaft“ – eigentlich „Ideenlehre“)[1] steht im weiteren Sinne bildungssprachlich für Weltanschauung.

Und was anderes als eine (wenn auch andere, anders geartete) Ideologie vertreten Hüther und Tempel?!
Allerdings mit dem festen Glauben, dass „ihre“ Ideologie die bessere wäre! Dies ist auch die "Idelogie des Westens"! Zu glauben, nur "wir" hätten die "wahre Ideologie" für die gesamte Menschheit und Welt (Globalisierung der Ideologie?!)! Welche man eben zur Friedensstiftung mit Waffengewalt verbreiten muss! Und dann wundert man sich, dass es weltweit Terror (von auch gebildeten Menschen) gibt?! (Diese Art der) Bildung demnach auch NICHT die Lösung ist und sein kann! Also müsste man sich um die/eine "wahre" (Lebens)Bildung bemühen!

Um es mit Hüthers Worten zu sagen: "Sollte das überhaupt das Ziel sein?!"

Mittwoch, 17. Mai 2017

Mein Posting zum Thema: Was sind Wahlen?
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
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Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,
wenn wir uns in Deutschland mit politischen Wahlen beschäftigen, erkennt man das System einer repräsentativen Demokratie.
Die repräsentative Demokratie kann man auch als indirekte Demokratie bezeichnen.
Diese Form kennzeichnet zum Beispiel Landtags und Bundestagswahlen.
Nur über diese Art der Wahlen möchte ich meine Auffassung in diesem Posting darlegen.
Es werden vorbestimmte Kandidaten aufgestellt, diese stellen sich dann zur Wahl. Werden sie gewählt sind sie dann Abgeordnete. Sie werden also Volksvertreter und entscheiden eigenverantwortlich. Das ganze nennt man parlamentarische Demokratie.
Die jeweiligen Regierungen, also Landes- oder die Bundesregierung sind also auf das Parlament, Landtag/ Bundestag im Wesentlichen beim Treffen von Entscheidungen angewiesen.
Soweit die Theorie.
In der Praxis sieht das ganze aber anders aus. Als Erstes muss man das Wahlrecht betrachten, weiterhin Direktmandate und Listenplätze, also Parteien Kungeln. Da beginnt das eigentliche Dilemma für mich, dass ich immer wieder mit dem Ausspruch Wahlzirkus für diese Art der Wahlen einordne. Über das Wahlrecht, Direktmandate und Listenplätze, habe ich in der Vergangenheit schon öfter gepostet und möchte mich, wie angefragt, mit den jüngsten Wahlen und meine Meinung dazu, äußern.
Anhand der Wahl in NRW, meine Meinung.
Ich hätte nach dem Beitritt der DDR zum GG der BRD niemals gedacht, dass ich mich über eine Wahlniederlage der SPD direkt gefreut habe. Das heißt aber keinesfalls, dass mir die nun im Landtag vertretenen Parteien in irgendeiner Art und Weise sympathisch oder gar wählbar wären. Es ist der Einheitsbrei einer neoliberalen Parteienlandschaft.
Nun wird ja dem Wahlmichel der grandiose Sieg der CDU verkauft und im Fahrwasser der der FDP.
Ist das wirklich so?
Für mich ein klares Nein. Warum ? Es muss das Wahlrecht betrachtet werden.
In NRW lag die Wahlbeteiligung bei 65.2 %.
Die Prozentsätze der gewählten Parteien werden nach der Wahlbeteiligung errechnet und nicht nach der wahlberechtigten Bevölkerung.
In NRW leben ca. 18 Millionen Bürger; davon erreichte die CDU 33 % nach der üblichen Zählung. Dann sind das real 21 % der wahlberechtigten Bevölkerung, also 3,89 Millionen Wähler für die CDU. Bei 14,11 Millionen Bürgern, die die CDU nicht gewählt haben, in Jubel auszubrechen, wie im Staatsfernsehen bis zum Abwinken zu sehen, bezeichne ich drastisch als gezielte Volksverarschung.
Richtig ist allerdings auch, dass es vollkommen egal wäre, wer die Wahl nach diesen Spielregeln gewonnen hätte.
Dazu möchte ich mal den nicht unbekannten Peter Fischer im Forum bei Will zitieren.
Peter Fischer schrieb am 13.05.2017 12:35 Uhr:
"Kraftprobe in NRW - Weichenstellung für den Bund?", titelt reißerisch die Will Redaktion. Welche Kraftprobe und welche Weichenstellung meint die Will Redaktion? Die Will Redaktion tut ja gerade so, als ob es irgendeine Auswirkung für den normalen Bürger oder die Politik der Bundesrepublik haben würde. Was würde sich denn außer der Unterschrift ändern, wenn in NRW Laschet statt Kraft die Gesetze und Verordnungen signiert? Welche Weiche würde denn plötzlich anders gestellt werden, wenn der Bundeskanzler Schulz statt Merkel heißt?

Richtig, nichts aber auch wirklich gar nichts würde sich ändern. Aber genau das soll der Wähler nicht bemerken. Er darf für 4 Jahre im wahrsten Sinne des Wortes seine Stimme ab geben. Und wenn es dann nicht geklappt hat mit dem Wechsel, heißt es die Umstände sind schuld. Der Wähler hat es so gewollt. Also warten die Lemminge wieder 4 Jahre um dann erneut enttäuscht zu werden.

Deshalb nochmal in aller Deutlichkeit. Die eigentlichen Machtzentren werden durch Wahlen nicht im Geringsten tangiert. Das Spektakel ist in Wahrheit nur ein Placebo um das Volk ruhig zu halten.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die Fragen zur SPD möchte ich selbstverständlich auch beantworten.
Warum aber mit eigenen Worten sprechen, wenn gestandene Sozialdemokraten aus Zeiten als ich noch in der DDR lebte, die SPD viel besser erklären können.
Dazu https://makroskop.eu/2017/05/nrw-spd-desaster-mit-ansage/
von Heiner Flassbeck
Kernsätze:
Ich frage mich immer, ob die professionellen Jubler, die sich bei jeder Parteiveranstaltung der SPD die Hände wund klatschen und die Martin Schulz mit 100 Prozent zum Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt haben, auch nur einmal in ihrem Leben ganz kurz darüber nachdenken, was aus dieser Partei geworden ist.
Da tritt der Vorsitzende, der wohl ahnt, welch ein schreckliches Jahr auf ihn zukommt, so rechtzeitig zurück, dass er für nichts verantwortlich gemacht werden kann. Ein schönes Pöstchen, auf dem er in Ruhe auf die Bundestagwahl warten kann, findet er glücklicherweise auch, weil er seinen Kumpel Frank-Walter noch schnell zum Bundespräsidenten hochtrickst. Ein Nachfolger, der nicht ahnt, was auf ihn zukommt und nur vom Kanzleramt träumt, fällt ihm aus Richtung Brüssel vor die Füße und schon wird die Operation „Erneuerung der SPD“ auf die Bühne gebracht und das Parteivolk ist begeistert.
Die SPD ist in den vergangenen fünfzehn Jahren von einer Handvoll Nordlichtern programmatisch entleert und moralisch enthauptet worden. Das begann in der ersten Generation mit Schröder, setzt sich über Clement (das ist der Mann, der schon immer in die CDU gehörte, aber über Jahrzehnte in der SPD für jeden Posten genommen wurde) bis zu Müntefering fort (der vermutlich nie verstanden hat, was mit ihm passiert). In der zweiten Generation spielten Gabriel, Steinmeier und Steinbrück das gleiche Spiel genau so lange bis sie in den richtigen Positionen waren (oder genug Geld verdient hatten) und mit Schulz den „Kandidaten“ fanden, der in völliger Selbstüberschätzung den Karren unbedingt aus dem Dreck ziehen wollte.
Es lohnt komplett zu lesen.
Außerdem verweise ich immer wieder auf die Nachdenkseiten.
Was ich aber bei den alten Haudegen Albrecht Müller nicht verstehen kann, ist die Tatsache, dass er immer noch das Parteibuch der SPD hat.
Gerade diskutiere ich mit meinem Freund Jacob aus Gelsenkirchen, der ja auch noch Mitglied in der SPD ist, warum er er nicht der Ziehtochter von Clemens, Kraft, dass Parteibuch vor die Füße geworfen hat. Diese SPD mit ihrer Elite an der Spitze hat keine Zukunft mehr und gehört in die Wüste geschickt.

Zurück zum Wahlausgang.
Ich sehe durchaus auch für Deutschland eine Gefahr für soziale Unruhen gegeben.
Ewig werden die sozial Abgehängten sich nicht ruhig verhalten.
Warten wir alle mal die Entwicklung in Frankreich ab. Wenn Macron auf den Spuren Deutschlands wandelt, also Richtung Hartz IV, Rente, wie von Schäuble und Merkel gefordert, werden die Menschen dort auf die Straße gehen, man nennt dies Generalstreik und Frankreich ist der unmittelbare Nachbar Deutschlands.

Abschließend noch ein Hinweis von mir.
Wer die Anstalt vom 16.05. 2017 nicht gesehen hat, empfehle ich diese unbedingt anzuschauen. https://www.youtube.com/watch?v=7yrFHWBuWzg

Besser als die Anstalt kann man die Zustände der Arbeitnehmer, Rentner in Deutschland nicht beschreiben. Da kann man sich wirklich die sogenannten politischen Talksendungen, egal ob Will, Plaßberg, Illner, Maischberger, Presseclub sparen.
Für die Anstalt bezahle ich gerne GEZ Gebühren. Für gezielte volksverblödende Meinungsmache nicht.

Glück auf

Ralf









Montag, 1. Mai 2017

"Leitkultur"

De Maizière stellt zehn Thesen zur deutschen Leitkultur auf






Die sogenannte „Leitkultur“ der Menschen, der Menschheit ist primär eine Frage des Glaubens, der Erziehung, der Bildung, der Zivilgesellschaft und selbstredend eine Frage der Religionen. Denn aus den diversen Religionslehren wurden die Werte für ein friedlicheres Zusammenleben abgeleitet. Die sogenannte „Leitkultur“ sollte die Anleitung, Gebrauchsanweisung für ein friedliches und gemeinsames Zusammenleben sein.
Auf gar keinen Fall ist sie jedoch eine Frage der Nationalität. Es ist ja nicht so, als ob es derartige, sogenannte Leitkulturen an den Orten, wo sich viele Menschen zusammen fanden nicht schon immer gab und gibt.

Die sogenannte Leitkultur war schon immer eine Auslegungssache der Mächtigen, der angeblich „Gebildeten“, der "Auserwählten". Derjenigen, die angeblich in „göttlichem Auftrag“, als "Bindeglied" zwischen den Gottheiten und den einfachen, ungebildeten, nicht aufgeklärten Menschen handelten. Als Verkünder eines künftig besseren Lebens, einer friedlicheren Zivilgesellschaft, eines „Paradieses“ für alle Menschen.

Egal ob es sich dabei um Schamanen, Medizinmänner, Propheten, Kirchenfürsten, Priester, Adelige, Herrschende oder Regierende usw. usf. handelte. Sie legten ihren Völkern immer den Willen der Götter aus, die sie selbst anbeteten. Sie glaubten, das Leben erkannt und verstanden zu haben. Der Götter, mit denen sie angeblich in direktem Kontakt standen und stehen. Den Göttern, die niemals direkt zu den Völkern, sondern immer nur zu den „Mittlern und Vermittlern“ sprachen. Wenn heute der Gott Mammon die alles unterwerfende Gottheit ist, dann geschieht durch die Mittler eben "das Wort" des Gottes Mammon und es wird das zur Leitkultur, was dieser Gott eben durch seine "Propheten" übermittelt, übermitteln, verkünden und in „Geboten/Gesetzen“ niederschreiben lässt.

Und deshalb ist die Leitkultur in allen Ländern stets das, was die Mächtigen als Leitkultur sehen, verstehen, auslegen und für ihre Völker in entsprechende Gesetze fassten und fassen. Das "Wort Gottes" wird zum Gesetz, zu den „Geboten Gottes“. Also dessen Wort und Gebote „Gottes“, der gerade als "Gottheit" herrscht, angebetet wird und zu seinen "Propheten" und „Stellvertretern“ spricht.

Solange die Menschen und Völker also Mittler, Vermittler und Propheten benötigen, ist genau das Leitkultur, was diese Mittler, Vermittler und Propheten als Stellvertreter „des göttlichen“ Ansehens verkünden.

Weil es aber eben auch unterschiedliche Religionen, unterschiedliche Anbetung verschiedenster Götter gibt, sind die Leitkulturen eben auch sehr unterschiedlich. Von daher gibt es keine, für alle Menschen einheitliche Leitkultur! Sondern jeweils nur das geltende Gesetz, zur Leitkultur erhoben. Die Gesetze derjenigen, die dieselben für ihr eigenes Volk machen, gemacht und angeblich durch „ihren Gott“ durch Weisungen erhalten haben.

Da aber auch die sogenannte Aufklärung unterschiedlich vorangekommen ist, gibt es eben auch wieder unterschiedliche Auslegungen der sogenannten Leitkultur. Und eben auch unterschiedliche Gesetze als das Ergebnis einer entsprechenden Leitkultur.
Leitkultur ist demnach also sowohl von der Zeit (der Aufklärung), als auch vom Ort (andere Religion, anderes Werteverständnis) abhängig.

Dass einen de Maizére die Verrohung der Gesellschaft beunruhigt, kann man durchaus nachvollziehen. Diese Verrohung hat aber primär nichts mit Zuwanderung und Flüchtlingen und einer angeblich fehlenden Leitkultur zu tun. Sondern ist der Ausdruck dessen, dass die Mächtigen entweder falsche Götter verehren, oder ihre Götter nicht verstanden haben. Tatsächlich aber ist es Ausdruck dessen, dass sie das Leben nicht verstanden haben und deshalb falsche Götter anbeten. Deshalb dann auch falsche (Über)Mittler und Vermittler sind und sich so die – auf die jeweilige Gottheit bezogenen – Verheißungen nicht erfüllten und erfüllen. Deshalb begehren die Menschen und Völker dann gegen die Lehren der Stellvertreter und gegen deren Gottheiten auf. Und genau dies führt zur Verrohung der Gesellschaften.

Einfach mal in der Geschichte nachlesen. Da findet sich all das, was auch in der heutigen Zeit passiert. Auch wenn „wir“ aufgeklärter, technisch weiter entwickelt sind usw. usf., als z. B. die alten Ägypter, Römer und Griechen oder noch ältere Kulturen. Am Ende dieser „Hochkulturen“ waren stets die „Eliten“ verursachend für die Verrohung und den Untergang der Gesellschaften ausschlaggebend. Die Menschen und Völker haben sich dann stets nur gegen Einschränkungen, Moral, Gesetze und Unfreiheiten derer gewehrt, die angeblich wussten und wissen, was die Leitkultur des Lebens ist. Und dies führte dann stets zu Kriegen und dem Untergang, selbst hoch zivilisiertester Kulturen und Gesellschaften.

Der Streit um die sogenannte „Leitkultur“ sind die letzten verzweifelten Versuche der Mächtigen und Herrschenden, sich ihre Macht und das geraubte Eigentum vor dem Untergang zu bewahren. Der Streit um die sogenannte „Leitkultur“, nichts anderes, als der Tanz um das goldene Kalb.

Freitag, 28. April 2017

Jens Spahn... die nächste

Viel Arbeit, wenig Geld „maybrit illner spezial“ am 27. April 2017

"Viel Arbeit, wenig Geld – lohnt sich Leistung heute?“ Engagierte Bürger diskutierten auf Augenhöhe mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und dem CDU-Politiker Jens Spahn. Alle Gäste, alle Infos und Videos finden Sie hier.
https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/viel-arbeit-wenig-geld-lohnt-sich-leistung-heute-maybrit-illner-spezial-vom-27-april-2017-100.html

Nach der gestrigen Sendung habe ich Jens Spahn CDU erneut eine PN auf seinem Facebook-Account hinterlassen. Anbei der Text:

Sehr geehrter Herr Spahn,
nachdem Sie mir meine Antwortmail vom 17.3.2017 auf Ihre Antwort vom 16.3.2017 leider bis dato nicht beantwortet haben, Sie in der gestrigen Maybrit Illner Sendung erneut zu diesem Thema unter dem Oberbegriff „Leistung-Gerechtigkeit“ gefragt waren, möchte ich Ihnen auf diesem Wege erneut eine, sogar persönliche Frage stellen. Denn die Diskrepanz bzgl. „Leistung muss sich lohnen, Gerechtigkeit“ in meiner o. g. Antwortmail und der PN auf Facebook haben Sie mir ja leider nicht mehr beantwortet.
Wie fühlt man sich, wenn man bei einer 4fachen Mutter im Bezug auf die drohende Altersarmut mit der Argumentation kommt, „da müsste man bei ihrem Gesamtleben mal reinschauen, was ist da passiert in den letzten xx Jahren...“; wie war das Erwerbsleben...; das eine ist zu sagen 35 Jahre gearbeitet, welche Chancen hatten sie...; UND DANN hängt die Rentenhöhe eben von den BEITRÄGEN AB!“ Demnach also von der erbrachten Leistung, die Sie demnach dann auch für „gerecht“ halten?!
Wie ich Ihrem Lebenslauf http://jensspahn.de/image/inhalte/file/2016_02_10_Lebenslauf%20Jens%20Spahn.pdf entnehme, haben Sie eine 2jährige Ausbildung von 1999-2001 gemacht und sind seit 2002 Mitglied im Bundestag.
Würde Ihre „Rente“ - ja ich weiß, dass Sie keine Rente bekommen, was ja bereits deutlich macht, dass es auch für Sie Unterschiede zwischen Mensch und Mensch, Leistung und Leistung, damit auch der „entsprechenden Honorierung“ und in der Frage der „Gerechtigkeit“ bzgl. Mensch versus Mensch gibt – demnach nicht auch geradewegs in die Altersarmut führen?!
Da Sie aber eine Pension dafür bekommen, dass Sie Ihrer politischen Tätigkeit, Ihrem Interesse nachgehen können, - für die alle SteuerzahlerInnen, eben auch die 4fache Mutter Christel Wellmann, seit Jahren aufkommen -, und damit vmtl. auch mitverantwortlich für eine entsprechende Gesetzgebung bei der Rente und den Pensionen sind, frage ich mich schon, wie sich ein „Christ“, ein christlicher Politiker mit christlichem Gewissen bei solch einer Argumentation fühlt?! Die Rechtfertigung für eine „Armutsrente“ bei den „normalen BürgerInnen“ von der „Leistung und der Einzahlung“ des/der Einzelnen abhängig ist. Bei Ihrer Pension durch Ihre Arbeit offensichtlich aber andere Kriterien gelten?!
Auch in der gestrigen Sendung hat sich gezeigt, auch bei Frau Nahles, dass sie beide völlig abgehoben von der Realität derer argumentieren, für die sie beide angeblich Politik und eine entsprechende Gesetzgebung machen.
Bei einem „Christen“ erwarte ich zunächst mal schon, dass er für sich selbst und sein christliches Gewissen in Anspruch nimmt:
„was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ oder mit den Worten Jesus:
„liebe deinen Nächsten wie dich selbst“!
Dass bei Ihren Ansichten und Argumentationen zu diesen christlichen Leitsätzen eine erhebliche Diskrepanz besteht, haben Sie gestern erneut deutlichst zum Ausdruck gebracht.

Mit freundlichem Gruß


Robert Kroiß